Airlines: Die Streikdrohung liegt weiter in der Luft

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Die AUA hat die Gewerkschaft Vida bei ihrem Kampf für einen Branchenkollektivvertrag nicht auf ihrer Seite. Auch wenn Vida die Billigairlines im Visier hat.

Von Claudia Haase | 16.00 Uhr, 10. Juli 2019

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Gewerkschaft Vida droht mit Generalstreik
Gewerkschaft Vida droht mit Generalstreik © (c) APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)

Das Drohen der Gewerkschaft Vida mit einem Airline-Generalstreik ist vorerst einmal in einen Termin für einen Krisengipfel am 7. August gemündet. Dass die Forderung nach einem Kollektivvertrag für die gesamte Branche dann bessere Aussichten auf Umsetzung haben könnte, scheint allerdings wenig realistisch. Denn die Austrian Airlines, die unter den Billigairlines am meisten leiden dürfte und das größte Interesse an gleichen Lohnbedingungen haben könnte, winkt ab. AUA-Chef Alexis von Hoensbroech erklärte am Dienstag in einem Interview im Ö-1-Radio, dass er die Forderung nicht nachvollziehen könne, die Unternehmen seien viel zu unterschiedlich. Die AUA zahle gut und sei nicht der richtige Adressat, sagte er sinngemäß. Die Wirtschaftskammer, die als Sozialpartner am 7. August am Verhandlungstisch sitzt, vertritt den Standpunkt, den sie seit Jahren hat: Österreich handle sich mit einem Branchen-KV im internationalen Vergleich einen Standortnachteil ein.