Slowenischer Entsendebonus „enorme Verzerrung des Wettbewerbs“

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Arbeitgeber und Arbeitnehmer beklagen den unfaire Quersubvention in Bau und Gewerbe durch slowenischen Entsendebonus. Republik legt keine Beschwerde ein.

Von Uwe Sommersguter und Manfred Neuper | 06.00 Uhr, 11. Juli 2019

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Das Baugewerbe leidet unter „unfairem Wettbewerb“ © twixx – stock.adobe.com

Der slowenische Entsendebonus sorgt in Österreichs Handwerks- und Baubetrieben weiter für Unmut. Wie berichtet, gewährt die slowenische Regierung Baufirmen, die Mitarbeiter in andere EU-Länder entsenden, Rabatte bei den Sozialabgaben. Sie müssen nicht vom vollen Lohn, der in Österreich gilt, Sozialversicherungsbeiträge zahlen, sondern nur von einem fiktiv berechneten slowenischen Lohn – konkret von durchschnittlich 1339 Euro pro Monat statt von 2834 Euro. Weiters gilt eine Rechtsvorschrift, die erlaube, die Berechnungsgrundlage weiter zu reduzieren. Im Schnitt zahlen slowenische Arbeitgeber 250 Euro weniger Abgaben als sie eigentlich müssten.